Brief des Kapitäns Antonio Martins Penteado an den portugiesischen König Johann III.

Der Brief des Kapitäns Antônio Martins Penteado an den portugiesischen König Johann III. wurde von Herrn Detlef Günter Thiel im Museum "Torre de Tombo" in Lissabon/Portugal gefunden.

 

Projekt „Hans Staden 500“, Expedition für die längste jemals unternommene Ozeanfahrt im Ruderboot zwischen São Paulo und Rio de Janeiro.

 

Die Reise erinnert an die Route entlang der Meeresküste, die das Volk der Tupinambá mit ihrem Gefangenen, Hans Staden aus Nordhessen, im Jahr 1554 absolvierte.

Es handelt sich um eine Unternehmung des Rudervereins „Clube de Regatas Bandeirante“ in Bertioga (Öffentlichkeitsarbeit der brasilianischen Zeitschrift VEJA).

Im Rahmen des Projekts „Hans Staden 500“ wurde zwischen dem 11. und 13. Juli 2025 eine Gruppe von acht Ruderern des Rudervereins Clube de Regatas Bandeirante“ im Rahmen des „Hans Staden 500-Projekts“ zusammengestellt.

Ausgehend von der olympischen Ruderstrecke der Universität USP unternahm das Ruder-Team eine einzigartige Expedition entlang der Meeres-Küste des Landes Brasilien, im Bundesstaat São Paulo.

An Bord von Küstenruderbooten (auch bekannt als Hochseeruderboote) handelt es sich um olympische Ruderboote, die für Hochseeregatten konzipiert sind. Bei dieser Gelegenheit legten die Athleten eine Strecke von etwa 200 Kilometern zwischen Bertioga in São Paulo und Mangaratiba in Rio de Janeiro zurück.

Es gibt im Land Brasilien keine Aufzeichnungen über eine andere Route dieser Länge, die in dieser Region von Küstenruderern zurückgelegt wurde. Die Route wurde zu Ehren des 500. Geburtstags von Hans Staden, Autor des ersten in Europa erschienenen Buches über Brasilien, konzipiert.

Zur Vorbereitung auf die Überquerung der Meeres-Küsten von São Paulo und Rio de Janeiro absolvierten die Athleten des Rudervereins „Clube de Regatas Bandeirante“ ihre erste große Trainingseinheit auf offener See in Bertioga. Am 20. und 21. Juni legten sie über 30 Kilometer zurück. Sie wurden von Antonio Carlos Bonfá Júnior von der Firma Barra Pro Mar Turismo e Serviços und Pisco Del Gaiso von Lamp begleitet. Diese Fachleute waren für die Sicherheit bzw. die Video- und Fotodokumentation der Expedition verantwortlich.

Hans Staden diente im Jahr 1553 den Portugiesen als Kommandant im Fort São Felipe, nahe Bertioga, als er von den Tupinambá, die kannibalistische Rituale praktizierten, gefangen genommen wurde.

Er wurde auf einer Reise in Kanus von den Tupinambá gefangen gehalten und gelangte so auf einer Route, die vermutlich durch die Städte São Sebastião, Ilhabela und Ubatuba führte, in das Dorf der Tupinambá in der Region, die nach Ansicht mehrerer Historiker Mangaratiba ist, wie eine Analyse der, von Hans Staden hinterlassenen Beschreibungen, nahelegt. Hans Staden schreibt zu dieser Bootsfahrt in seinem Buch „Wahrhaftige Historia, Kapitel 20: „So erhebt sich eine große schwarze Wolke und kommt hinter uns her, sehr schrecklich, und sie ruderten geschwind, dass sie ans Land kommen möchten, um der Wolke und des Windes willen. Wie sie nun sahen, dass sie ihr nicht entkommen konnten, sagten sie mir: “Rede mit deinem Gott, dass uns der große Regen und Wind keinen Schaden tue.“ Ich schwieg stille und tat mein Gebet zu Gott, dieweil sie es von mir begehrten, und sagte: „O du Allmächtiger Gott, du himmlischer und des Erdreiches Gewaltiger, der du von Anbeginn denen, die deinen Namen anrufen, geholfen und sie erhört hast unter den Gottlosen, erzeige mir deine Barmherzigkeit, auf dass ich erkennen möge, dass du, mein Gott, mein Gebet erhört hast.“ Ich lag in dem Nachen gebunden, so dass ich mich nicht umsah nach dem Wetter, aber sie sahen stets hinter sich und fingen an zu sagen: „Das große Wetter geht hinter sich.“ Da richtete ich mich ein wenig auf und sah hinter mir, dass die große Wolke verging. Da dankte ich Gott.“

Der deutsche Abenteurer blieb neun Monate in Gefangenschaft, bis ihm mit Hilfe eines französischen Schiffes, das seine Freilassung mit dem Volk der Tupinambá aushandelte, die Flucht gelang.

Zurück in Europa veröffentlichte er sein berühmtes Buch über seine Erlebnisse, die „Wahrhaftige Historia“ und veröffentlichte seine berühmte Biografie im Jahr 1557 in Marburg. Darin beschrieb er auch detailliert Fauna, Flora und Bräuche der indigenen Bevölkerung.

Neben der Erinnerung an diese Geschichte thematisiert das Projekt „Hans Staden 500“ die Expedition, die bedeutende Veränderungen erforschte und die sich besonders in diesem Küstenabschnitt seit seiner Entdeckung vollzogen haben.

Die Ruder-Expedition wurde von der Hafenbehörde von Santos mit Unterstützung des brasilianischen Hafenministeriums finanziert.

 

Link zum brasilianischen Artikel: https://veja.abril.com.br/esporte/expedicao-fara-em-julho-a-mais-longa-travessia-de-remo-oceanico-ja-realizada-entre-sp-e-rj/

Link zum brasilianischen Ruder-Video: https://www.youtube.com/watch?v=6lBEc9FGy2Y

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